Die wichtigsten sozialen Netzwerke für Ärzte und Kliniken 2020

Patienten- und Mitarbeitergewinnung über Social Media

Fast die Hälfte aller Patienten informiert sich vor einem Arztbesuch im Internet und scannt dabei die vorhandenen Bewertungen und Interaktionen. Das bietet Unternehmen im Gesundheitsbereich wertvolles Potenzial: In den interaktiven Netzwerken können Sie mit Ihren Patienten und potenziellen Mitarbeitern in Kontakt treten und Ihre Praxis, MVZ oder Klinik von der persönlichen Seite zeigen. Mit einem erfolgreichen Profil auf der richtigen Website können Sie so schneller neue Patienten gewinnen, binden Bestandspatienten langfristig und machen qualifizierte Fachkräfte auf sich aufmerksam. Wir zeigen Ihnen, welche Plattformen sich für Sie lohnen und wofür.

Facebook – der Gigant ist Grundausstattung

Durch ein aktives Profil bei Facebook können Sie sowohl Neupatienten als auch Mitarbeiter gewinnen. Das soziale Netzwerk bietet eine Vielzahl an Werbemöglichkeiten und punktet durch eine sehr hohe Mitgliederanzahl sowie eine große Interaktionsfreudigkeit der Nutzer. Besonders gut funktioniert auf Facebook persönlicher Content, der Ihren Patienten einen Blick hinter die Kulissen gewährt, also beispielsweise Mitarbeiterstimmen oder Szenen aus dem Praxis-Alltag. Die Plattform ermöglicht Ihnen weiterhin eine ausführliche Unternehmensdarstellung, inklusive Ihrer Öffnungszeiten und Ihrer Philosophie. Nutzer erwarten von Unternehmen heute ein vollständiges und aktuelles Profil, sodass Sie auf jeden Fall auf richtige Informationen achten sollten. Das ist auch deshalb wichtig, weil manche Patienten den Facebook Messenger für Terminanfragen nutzen und dementsprechend auf richtige Daten angewiesen sind.

Bei Veröffentlichungen auf Facebook, Instagram und Co unterscheidet man zwischen organischen (unbezahlten) und bezahlten Beiträgen. Facebook hat die organische Reichweite für Unternehmen zuletzt stark eingeschränkt. Dennoch bleiben die unbezahlten Beiträge weiterhin attraktiv für Unternehmen, weil Sie dadurch unterhalten und Interaktionen erzeugen können. Für bezahlte Beiträge bietet die Plattform sehr effiziente und detaillierte Targeting-Möglichkeiten. Diese ermöglichen uns, Ihre ganz individuelle Zielgruppe mit strategischen Werbeanzeigen direkt zu erreichen und “Streuverluste” zu minimieren.

Ein weiterer Vorteil der Plattform ist, dass Sie zu jeder Zeit die “Kommunikationshoheit” besitzen. So können Sie etwa positive Kommentare hervorheben und negative imagefördernd beantworten. Durch stetigen Austausch und spannende Inhalte lassen sich auch für Kliniken und Praxen treue Communities ausbauen, was enorme Vorteile bei der Mitarbeiter- und Patientenbindung gewährleistet. All diese Vorteile führen dazu, dass Facebook heute zur Social-Media-Grundausstattung für jeden Arzt gehört.

Instagram – ideal für ästhetische Dienstleistungen

Instagram ist mit seinem Fokus auf Bilder und Ästhetik die ideale Plattform für Schönheitschirurgien, Hautärzte und alle weiteren Praxen und Kliniken, die ästhetische Behandlungen anbieten. So können auch Zahnärzte hier mit Themen wie dem Bleaching oder Korrekturen von Zahnfehlstellungen punkten. Auf Instagram erreichen Sie zudem ein jüngeres Publikum und erschließen sich dadurch neue Kundenkreise.

Twitter – Expertenstatus aufbauen

Auf Twitter wird rund um die Uhr diskutiert. Das soziale Netzwerk ist eher auf individuelle Personen ausgerichtet als auf Unternehmen und dient vielen Menschen als Supportplattform. Mischen Sie sich als Arzt eines bestimmten Fachgebietes in die tagesaktuellen Diskussionen ein und beantworten offene Fragen, schärfen Sie Ihren Status als Experte und überzeugen so Ihre Zielgruppe. Ein derzeit prominentes Beispiel für dieses Vorgehen ist Dr. Christian Drosten, der seinen Namen während der Corona-Pandemie zur Marke machen konnte.

Auf Twitter können Sie außerdem Ihre Blogbeiträge oder Studienergebnisse teilen und so mehr Aufmerksamkeit auf Ihre Website lenken. Weiterhin trägt der Link zu Ihrem Twitter-Profil von Ihrer Website aus zu einem verbesserten Ranking in der Suchmaschine bei und lohnt sich schon aus diesem Grund für Ihre Arztpraxis.

Und was ist mit Snapchat, TikTok und Co?

Plattformen wie TikTok und Snapchat dienen vor allem der Unterhaltung. Dennoch erreichen Sie auf diesen neuen Plattformen als “Early Adopter” leicht ein sehr junges Publikum und können mit gezielten Beiträgen Auszubildende gewinnen. Wichtig ist dabei, dass der Stil der Beiträge zu Ihrem Unternehmen passt. Vertreten Sie beispielsweise ein eher konservatives Image, können wir Ihnen zu diesem Kanal nicht raten. Wenn Ihre Praxis jedoch allgemein “jünger” auftritt, können Sie TikTok und Co gut zur Mitarbeitergewinnung nutzen und die nächste Generation Ihrer späteren Fachkräfte akquirieren.

XING und LinkedIn – effiziente Mitarbeiterakquise

Circa 5,7 Millionen Menschen aus der DACH-Region nutzen das Karrierenetzwerk XING. Hier machen Sie qualifizierte Fachkräfte direkt auf sich aufmerksam und dass ohne großen organisatorischen Aufwand. Auf einer professionell gestalteten Unternehmensseite können potenzielle Bewerber auf einen Blick alle wichtigen Informationen, wie Ihre Philosophie, Spezialgebiete und die Unternehmensgröße, entnehmen und sind so schneller motiviert, eine Bewerbung abzusenden. Gerade im medizinischen Bereich, wo Fachkräfte umkämpft sind, eignet sich das Netzwerk perfekt zur Mitarbeiterakquise.

Die gleichen Vorteile gelten auch für die Plattform LinkedIn, die im deutschsprachigen Raum immer präsenter wird. Wenn Sie auf der Suche nach neuen Mitarbeitern sind, empfehlen wir Ihnen daher auf jeden Fall eine professionelle Unternehmensseite auf mindestens einer der beiden Karriereplattformen.

YouTube – spezielle Anlässe und ein diverses Publikum

Diese Plattform gehört – anders als die meisten Plattformen zuvor – nicht zur “Standardausrüstung” für Unternehmen im Gesundheitswesen. Sie sollten eine sehr hohe Qualität der Videobeiträge gewährleisten können und das ist zum Teil mit mehr Aufwand verbunden, als man auf den ersten Blick vielleicht denkt.

Der große Vorteil von Content auf YouTube liegt hingegen darin, dass Sie für relevante Suchbegriffe in der “Video-Box” von Google angezeigt werden, was Ihre Sichtbarkeit im Netz erhöhen kann. Außerdem schärfen Sie mit Formaten wie Ratgebern oder Erklärungen ebenfalls Ihren Status als Fachexperte und werden so interessanter für Ihre Zielgruppe und darüber hinaus.

Wenn Sie beim Lesen dieses Artikels gemerkt haben, dass Ihre Praxis noch kein professionelles Profil auf einer der grundlegenden Plattformen besitzt – vielleicht auch auf keiner einzigen vertreten ist – sprechen Sie uns an. Unsere Social Media Manager haben viele Jahre Erfahrung im Bereich des Praxismarketings und entwickeln gerne gemeinsam mit Ihnen eine geeignete Strategie für Ihre individuellen Ziele.

Keine Social Media Plattformen, aber dennoch relevant: Jameda und Google My Business

Neben den sozialen Netzwerken sind Bewertungsplattformen zentrale Bausteine für den Erfolg einer Praxis, MVZ oder Klinik. In unserem nächsten Blogbeitrag widmen wir uns daher den wichtigsten Bewertungsplattformen für Ärzte.

Jetzt kostenlosen Beratungstermin vereinbaren!